Gerade erst haben Hanne & Lore zu ihrem 10 Jährigen Jubiläum eine Remixcompilation veröffentlicht, die es in sich hat. Alle Buddies, die sie in den Jahren musikalisch begleitet haben, sind auf der Platte vertreten. Darunter Oliver Schories, Tube & Berger, Andhim und ZDS. Wir haben uns daher mal mit den beiden Herren ausgetauscht, um einen Blick auf die nächsten zehn Jahre zu werfen. Die Remixcompilation erscheint auf dem eigenen Label Heulsuse vorerst digital und bald noch auf Cassette.

Hanne & Lore – 10 Jahre. Wahnsinn! Wann habt ihr bei dem Projekt damals gemerkt, dass es wohl die beste Entscheidung eures Lebens war?

Als die ersten auswärtigen Bookinganfragen kamen und wir dann jede Woche unterwegs waren. Bis dahin hatten wir ja vornehmlich in Ostwestfalen und Umgebung gespielt.

Nach Hanne & Lore wurde später auch euer Label HEULSUSE aus der Taufe gehoben. Welche Idee steckte dahinter auch noch ein Label zu machen?

Man ist einfach komplett unabhängig und keiner redet einem rein. Wir können dort sowohl jederzeit eigene Tracks als auch die Musik anderer Künstler veröffentlichen. Dazu haben wir Anfangs immer auf Vinyl veröffentlicht und bis heute noch auf Kassette.

Unzählige Release auf Monaberry, Snatch und Kittball liegen hinter euch. Jetzt kommt eine Remix Compilation mit der Creme de la Creme wie Tube & Berger, AKA AKA und Lexer an den Start. Wie lange hat die Planung gedauert und welcher Remix hat euch besonders überrascht?

Im ganzen war es ca. 1 Jahr bis alle Remixe fertig waren. Da kann man vorab planen wie man will, aber wenn so viele Leute involviert sind, zieht es sich zwangsläufig immer in die Länge. Geplant war die Veröffentlichung eigentlich auch schon für den Sommer. Im Endeffekt kommt es ja auf das Ergebnis an und wir sind froh und glücklich, dass die Kollegen so toll abgeliefert haben.

Ihr seid nach wie vor viel auf Tour. Schert euch aber gar nicht so viel um Social Media wie manch anderer. Ist das vielleicht euer Erfolgsgeheimnis?

In Zeiten wo Reichweite und Fans immer mehr nur noch durch den Einsatz von „Werbeanzeigen“ generiert werden können, haben wir nach und nach die Lust dazu verloren. Da kaufen wir uns von der Kohle lieber ein Eis.

Ihr habt auch einen eigenen Edit auf die Compilation gepackt. Der Sound geht in eine andere Richtung als bisherige Tracks von euch. War das eine bewusste Entscheidung?

Es war ursprünglich gar nicht geplant überhaupt einen Hanne & Lore Remix eines eigenen Tracks auf die Compilation zu bringen. Doch ein paar Wochen vor dem Release hatte ich nachts im Studio plötzlich Lust darauf, die „Agro Yoga“ zu zerpflücken und daraus eine neue Interpretation zu bauen. Diese wurde dann auch noch fast komplett in dieser Nacht fertig und gefiel uns dann beiden ganz gut. Das ist dann auch endlich mal kein typischer 126Bpm Hanne & Lore Dancefloor-Track geworden, sondern etwas chilliges für zuhause vor’m Kamin oder so.

Kurze Frage – kurze Antwort: Spotify oder Schallplatte?

Stefan: Schallplatte
Steffen: beides

Worauf freut ihr euch besonders in 2018?

Auf heiße Clubnächte und tolle Open Airs! Auch 2018 geht es weiter im Musikzirkus und wir sind mit dabei.

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