Mit zwei neuen Produktionen meldet sich das Duo Ackermann & Erlenbrunn zurück. Doch im Gegensatz zu ihrer letzten Zusammenarbeit auf Twin Town namens „Salt Water“, die sich ganz den warmen und leichten Sphären verschrieben hatte, zeigt „Cheaters“ ein ganz anderes Gesicht.

Das Titelstück klingt gleich vom ersten Beat an wie der Soundtrack zu einem düsteren und kalten Science Fiction-Szenario. Leichtes metallisches Flattern und langsam aufkommende dunkle Flächen bilden die Grundlage für ein im Weiteren fast melancholisches Gesamtwerk. Durch Vocalsamples wird man in die Stimmung eines nachdenklichen, vielleicht unglücklich verliebten Menschens versetzt, der in frühen Morgenstunden alleln Kummer auf der Tanzfläche lässt.

Der zweite Track „Sip“ beginnt schlichter und gibt zunächst erstmal dem Rhythmus Raum zur Entfaltung, bevor erste Synthiklänge dazukommen. Die Basslinie windet sich über die perkussiven Klänge und vereinzelte Sprachfetzen laufen sorgen für kleine Abwechslungen im insgesamt sehr minimalistischen Aufbau.

„Cheaters“ ist eine Reise, die sich von der Stimmunglage her am ehesten mit den instrumentalen Downbeat-Grooves der TripHop-Ära vergleichen lässt, nur eben im Tempo der elektronischen Musik.

Cheaters @ Beatport

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