Allein die Labels auf denen Agent in seiner Laufbahn veröffentlicht hat, liest sich wie das Who is Who der Szene. Get Physical, Desolat, Heinz, Moon Harbour und noch einige mehr veröffentlichten Tracks des in Berlin lebenden Artists. Ursprünglich in Würzburg geboren, verschlug es Agent mit der Zeit und steigendem Erfolg immer weiter in die Welt. Global gebucht und gefeiert, ließ es sich irgendwann in der Stadt an der Spree nieder, um im Epizentrum seine Kreativität voll auszuschöpfen. Immer wieder verschlägt es den DJ in die entferntesten Winkel auf dem Globus – von Mexico, Brasilien über weite Teile Asiens bis hin zu den USA bewegt Agent die Menschen mit seinem Sound. Dieser speist sich aus einer Mixtur die technoides ebenso selbstverständlich beinhaltet wie House und Techhouse aber auch Funk und Soulanleihen. Gerade dieser Mix macht Agent zu einem Ausnahmetalent. Glücklicherweise ist Agent auch immer wieder in Deutschland auf Tour und ebenso in den Berliner Clubs unterwegs. Wir haben uns mit ihm über Currywurst, seine Wurzeln im Golden Age HipHop und seine Pläne unterhalten.

Zum Einstieg – Was nimmst Du: Lecker Pfeffi oder scharfe Currywurst?

Hmm ich glaube da nehme ich eine leckere scharfe Pfeffiwurst 😉

Du lebst nun schon seit einigen Jahren in Berlin. Was zeigst Du Freunden zuerst wenn sie Dich besuchen?

Als erstes zeige ich Ihnen die besten Restaurants und Street Food Imbisse damit die Grundversorgung stimmt. Alle meine Freunde sind restlost vom kulinarischen Angebot in Berlin (vor allem in Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain) begeistert. Ansonsten dürfen Klassiker wie die East Side Gallery, der Mauerpark, der Görli und verschiedene Märkte wie der Markt am Maybachufer nicht fehlen.

Die Stadt wächst stetig und verändert sich ebenso schnell wie Touries ein- und ausreisen. Fluch- oder Segen?

Ohne die Touris würde Szene der Stadt nicht so intensiv gesehen, gelebt, bewundert und verstanden werden. Freunde aus aller Welt kommen mich regelmäßig besuchen um hier eine gute Zeit zu verbringen. Ich mag das internationale Feeling und die Hektik Tatsache sehr gerne. Berlin ist ja eine Stadt die schon immer in ständiger Bewegung war und sich so schon immer weiter entwickelt hat. Klar kann man das auch anders sehen, aber ich sehe es so, weil ich gerne positiv denke.

Hast Du einen speziellen Ort an dem Du besonders gerne Zeit verbringst, nachdem Du von einer Deiner DJ Touren um die Welt zurückgekehrt bist?

Wenn ich zurück komme lebe ich erstmal ein paar Tage ganz nach dem Motto “Couch statt Club”. Nach einer Tour freue ich mich wirklich am meisten auf meine Freundin, meine Couch und einen guten Kreuzberger Döner.

Auch in Berlin hast Du schon in sehr vielen Locations gespielt – wie unterscheiden sich die Berliner Clubs von beispielsweise den Clubs in Brasilien?

Die (meisten) Berliner Clubs sind sehr undergroundig, trashig und ein bisschen alternativ, viele Berliner Clubs verändern sich stetig und sind immer etwas anders wenn man mal ein paar Monate später erneut dort ist. In Brasilien sind die Clubs oft sehr schick, haben einen edlen Touch, alles ist sehr neuwertig, vorher detailiert geplant und vom Feinsten. Doch beide Welten gefallen mir sehr gut.

Du hast Deine frühen Wurzeln im Golden Age Hip Hop. Interessieren Dich in Berlin auch die Streetart und Graffiti Szene?

Ja absolut, die Stadt ist übersäht mit toller innovativer und inspierierender Kunst, man kommt quasi nicht daran vorbei und ich bleibe oft stehen um mir die Sachen genauer anzusehen. Die stetig wechselnden Ausstellungen in der Urban Spree Gallerie im RAW Gelände sind auch sehr zu empfehlen!

Auf Deinem letzten Release auf Get Physical war auch der Track „Southside Berlin“ vertreten – eine spezielle Hommage an die City?

Ja eine Art Inspiration zu dem Track bildet sie schon, der Süden Berlins ist ja etwas rougher und hier herrscht ein Multikulti Vibe. Außerdem spielt sich sehr viel Musik & Art dort ab.

Auf was freust Du Dich gerade besonders?

Gerade im Moment freue ich mich ganz besonders auf den schönen Sommer in Berlin. Dann steht Anfang Juni meine erste Kolumbientour an. Ansonsten freue ich mich auch sehr auf meine nächsten Gigs.

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