Der gebürtige Erfurter Beatamines kann auf zahlreiche Tracks und Remixe auf Einmusika, Bondage – Music, Karera, Stil vor Talent und Keno Records zurückblicken. Spätestens seit „Something Soul / How Never“ & „Swaggin“, die in Kollaboration mit David Jach entstanden sind, ist Pascal Augner, so der richtige Name des DJs, Liveact und Produzenten, jedem Clubgänger bekannt. Nun steht sein neues Album „Echoes“ in den Startlöchern, zudem absolviert er einige Gigs in der Haupstadt. Grund genug für uns ein Interview mit ihm zu führen.

Hi Pascal aka Beatamines! Am 27. Mai wird dein zweites Album „Echoes“ auf dem Einmusik-Imprint „Einmusika Recordings“ erscheinen. Wie entstand die Idee zum Album und wie kam es zur Zusammenarbeit mit Einmusik(a)?

Seit dem im Januar 2012 mein Debut Album „In Motion“ (Damm Records) erschienen ist, die Resonanz sehr gut war und ich große Freude dabei hatte eine LP zu produzieren, begleitete mich der Gedanke für ein zweites Album schon länger. Durch die Geburt meiner Tochter und diverse Projekte u.a. dem Orchester Projekt (Groove Symphony), musste ich die Album Vision aber erstmal hinten anstellen. Die Inspiration für´s Album „Echoes“ wurde in Amsterdam geboren. Samuel (Einmusik) hatte mich im Oktober 2014 zu diversen Einmusika Showcases beim Amsterdam Dance Event (ADE) eingeladen.

Ich hatte dort, zusammen mit meiner Frau, die Ehre ein paar Tage mit Samuel und seiner Liebsten in einer schönen Wohnung zu verbringen. Wir hatten viele inspirierende Gespräche und schöne Abende dort. Mit Samuel (Einmusik) konnte ich auch mal gepflegt ab-nerden! Tech Talks ohne Ende. 😉

Und dann ist da noch meine Familie. Sie gibt mir die Kraft und lässt mir den nötigen Freiraum, wenn der Tisch voll mit Arbeit ist. Wir genießen jeden gemeinsamen Moment mit und ohne Musik.

Welchen musikalischen Weg schlägt „Echoes“ ein? Eignet es sich für Zuhause oder ist es eher ein Clubalbum?

Sowohl als auch. Ich versuche meine Musik so zu produzieren das man sie zu Hause genießen kann aber auch motivierend auf dem Dancefloor ist bzw. funktioniert.

Wer mich kennt, weiß das mein Sound „bunt“ ist. Ich möchte mich ungern in einem Genre bewegen. Von Deep House über Downtempo bis Techno ist alles dabei.

Auf welche DAW, Plug-Ins und Geräte greifst du beim Produzieren zurück und wieso?

Angefangen habe ich damals mit Logic. Bin dann aber 2009 auf Ableton umgestiegen, weil ich meine Produktionen als „Live Act“ im Club darbieten wollte. Ich habe schon einige DAW’s ausprobiert, aber Ableton hat für mich einfach den besten Workflow. Und für meine Liveshows ist Ableton super zuverlässig.

Wenn es um Plug-Ins geht bevorzuge ich für Synthesizer alle virtuellen Geräte von U-HE. Unfassbar!

Gibt es einen bestimmten Workflow den du verfolgst oder ist jede Produktion ein neuer kreativer Prozess?

Ja, seit dem sich Einiges an Hardware im Studio angesammelt hat, beginne ich jedes Mal mit einer Jamsession. So bekommt jedes meiner Geräte seine nötige Aufmerksamkeit. 🙂 Und dadurch entstehen oftmals auch ganz interessante Phrasen und Vibes.

In Ableton habe ich mir zum Beispiel mehrere Templates angelegt, um meine Ideen noch schneller umsetzen zu können. Beispielsweise ein Producing Template, ein Mixdown Template oder auch ein Mastering Template. Über die Jahre habe ich so gelernt, dass es sinnvoller ist für jeden Schritt ein eigenes Projekt anzulegen. Dadurch bin ich viel fokussierter was den jeweiligen Prozess betrifft.

Am 28. Mai spielst du im Watergate ein Live-Set und am 18. Juni im Burg Schnabel ein DJ-Set. Wodurch unterscheiden sich die Gigs und wie bereitest du dich auf diese vor?

Auf beide Gigs freue ich mich riesig!

Wenn ich Live spiele, dann performe ich meine aktuellen Tracks & Remixes (je nach Event habe ich auch ein paar Klassiker von mir auf Tasche) mit Ableton, Roland TR-8, Elektron Analog Four und diverse kleine Midi-Controller.

Und bei meinen Dj Sets habe ich auch immer einen Sampler/Drum Computer und diverse Effekt Gerät dabei. Ich war von Anfang an Live Act, als ich Beatamines gestartet habe und deswegen kann ich kein Dj Set mit 2 CD-Playern only spielen.

Ich möchte der Crowd und den Club’s immer etwas bieten.

Kommen wir zur letzten nicht musikalischen Frage: Womit beschäftigst du dich, wenn du nicht im Studio bist oder in Clubs spielst?

Privat bin ich ein leidenschaftlicher Koch und glücklicher Familien Vater. Ich mag es kreativ zu sein und beim Kochen und Basteln mit den Kids kann ich das genauso wie beim Musizieren.

Des Weiteren schlägt mein Herz für Fotografie und Grafik. Man sollte öfters mal Dinge aus anderen Blickwinkeln betrachten. 😉

Wir bedanken uns für das Interview und freuen uns auf das Album sowie die Gigs in Berlin!

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