Die Straßen des Berliner Großstadtdschungels boten die perfekte Umgebung, um Daniels Studien in theoretischer Quantenphysik zu vertreiben. An einem dieser bunten Wochenenden entdeckte er sanft treibenden Beat, der ihn bis auf die Knochen schaudern ließ. Es war der Klang von Felix‘ mobilem Soundsystem, das sich durch die Stadt verbreitete. In diesem Moment, als die Sonne hinter den Gebäuden hervorschaute, erkannten Daniel und Felix, dass sie ihre musikalischen Kräfte bündeln mussten. Die zwei waren hungrig. Die Nacht war vorbei. Sie mussten essen. Und so begann das Märchen von Techno Frühstück, das bis heute weitergeschrieben wird. Ihre Sets in Clubs wie dem Kater, Ritter Butzke oder auch Sisyphos sind legendär und beinahe noch viraler gehen ihre Live Videos durch die Gemeinde. Ihre Remixproduktionen des Titels von Stranger Things hat mittlerweile fast Kultstatus. Wir haben mit Daniel und Felix bei einem Bier vorm Späti ein wenig geplaudert.

Eure Live Videos auf Facebook haben mittlerweile einen kleinen Kultstatus erreicht. Wie kommt man eigentlich auf solche Ideen wie „auf Gemüse in der Küche zu grooven“ oder mitten im „Wald eine Session“ zu machen ?

Kreative Höhepunkte haben wir in der Regel auf dem Rückweg vom Späti oder zwischen dem Gemüse im Supermarkt. Wenn dann immer noch kein Ergebnis vorhanden ist, dann gehen wir halt wieder zum Späti.

Mit eurem Live Video vom Teufelsberg im Spätsommer habt ihr euch nochmal selber getoppt. Wie seid ihr vorher an das Live Set gegangen?

Wir experimentieren schon seit einer Weile an einem Live-Setup. Als dann die Anfrage von „Something Slow – Picknick on a Hill“ auf dem Teufelsberg vorlag, mussten den Worten Taten folgen. Die Party wurde zwar auf nächstes Jahr verlegt, aber zusammen mit dem Team von „Dressed Like Machines“ kam es dann zu dem Live-Podcast.

Wie habt ihr euch vorbereitet?

Nach dem Aufstehen gab es ein deftiges Techno-Frühstück mit Sterni, Börek und Kaiserschmarn. Nach anschließenden Gesichtsmuskel-Dehnübungen fühlten wir uns allen kommenden Aufgaben dieses Tages außerordentlich gewachsen.

Mittlerweile haben auch andere Künstler den Teufelsberg entdeckt und nach euch ebenfalls ein Video gedreht. Ärgert euch so ein „Copy-Paste“ oder motiviert für noch ausgefallenere Aktionen?

Wir empfinden es durchaus als Kompliment kopiert zu werden. Auch wenn unsere verrückte Double-Rainbow-Sonnenuntergangs-Wetterlage natürlich schwer nachzustellen ist.

Euer Sound ist sehr speziell, wie reagieren die Leue außerhalb Berlins auf eure Sets?

Es hat uns zwar bisher noch niemand Gemüse geworfen, jedoch das ein oder andere Mal Frühstück gebracht. Genauso wie sich das Publikum auf unseren Sound einlässt, stellen wir uns soundlich auch auf das Publikum ein. Bisher hat sich dabei noch jedes Mal eine Basis zur Eskalation des Tanzbeins gefunden.

Woran arbeitet ihr gerade?

Am übernächsten Release, einem Podcast für „How I Met the Bass“ und Weihnachtsgeschenken.

Was steht bei euch in den nächsten Wochen so an?

Na das übernächste Release, ein Podcast und Weihnachten. : )

Und euer Vorsatz für das kommende Jahr?

Mehr kreative Höhepunkte im Späti, mehr kopiert werden und viele, viele schöne Releases.

Vielen Dank für das Interview!

https://www.facebook.com/Techno.Fruehstueck
https://soundcloud.com/techno-fruehstueck

Kommentare