Solltet ihr auf der Couch liegen und noch die richtige Unterhaltung suchen, weil ihr Netflix und co. bereits auswendig kennt, dann werdet ihr hier definitiv fündig! Wir haben für euch die sehenswertesten Techno-Dokumentationen und Filme zusammengestellt, die ihr euch direkt anschauen könnt. Die Bandbreite umfasst die Anfänge der Subkultur, die Geschichte des Berliner Techno-Clubs Tresor sowie dem Watergate bis hin zum 3000Grad-Kollektiv. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen.

Party auf dem Todesstreifen – Soundtrack der Wende
(52 Minuten)

In Berlin entsteht nach dem Mauerfall eine neue Musikkultur. Diese Dokumentation zeigt, wie 1989 ost- und westdeutsche Jugendliche in Berlin im Schatten des politischen Umbruchs eine neue Kultur etablieren: den Techno. Techno wird zum Rhythmus der Freiheit. Auf illegalen Partys tanzen alle gemeinsam, Gegensätze zählen nicht mehr. DJs wie Laurent Garnier und Clubbetreiber wie Dimitri Hegemann teilen ihre Erinnerungen an diese Zeit.

Unsere Momente: Loveparade – Als die Liebe tanzen lernte
(88 Minuten)

Diese ganz frische Produktion vom rbb erzählt die Geschichte des Berliner „Techno-Woodstocks“. Eine ganze Generation wurde durch die Loveparade geprägt. Diese Bilder bekommt keiner aus dem Kopf und gingen um die ganze Welt. Anderthalb Millionen Menschen tanzten 1999 auf der Straße des 17. Juni – die größte Party aller Zeiten. Nur in Berlin, der Stadt der Freiheit und Freiräume, war sowas möglich.

WE CALL IT TECHNO!
(102 Minuten)

Neue Klänge, neue Technologien und die politischen Ereignisse inspirieren Anfang der 90er Jahre in Deutschland eine Szene, die sehr euphorisch den Beginn eines neuen Zeitalters feiert. In vielen Städten Deutschlands wird an einer neuen Musik- und Clubkultur rund um die Koordinaten Techno und House geschraubt. WE CALL IT TECHNO! erzählt von der Entstehungsphase der ersten Popkultur, die maßgeblich in Deutschland entstanden ist. Mit exklusiven Interviews und umfangreichem, weitgehend unveröffentlichtem Film- und Fotomaterial aus den Jahren 1988-1994.

Feiern – Don’t forget to go home
(81 Minuten)

Dieser Film entstand 2006 unter der Regie von Maja Classen und zeigt Menschen, die elektronische Tanzmusik hören und regelmäßig Clubs besuchen. Zum größten Teil beinhaltet der Film aneinandergereihte Interviews und Erzählungen mit Leuten, die ihr Leben der Musik, den Clubs und den Drogen widmen, darunter DJs, Türsteher, Barleute und Tänzer.

Watergate X – The Movie
(42 Minuten)

Das Berliner Watergate ist eine fest etablierte Größe in der Clubwelt. Zum zehnjährigem Jubiläum wurde diese Dokumentation erstellt. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Watergate-Liebhaber!

3000GRAD – Von Wustrow nach Paris
(85 Minuten)

Das aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Kollektiv 3000 Grad ist sicherlich vielen ein Begriff, nicht allein aufgrund des 3000 Grad Festivals. Dies ist ein Musikfilm, Heimatfilm und ein Roadmovie. Mecklenburgische Kühe, Anglerlatein und Lebensweisheiten in Kittelschürzen. Ein Wanderzirkus, eine Lebenseinstellung und ein Name, der alles miteinander verbindet: 3000GRAD.

SubBerlin: The Story of Tresor
(90 Minuten)

SubBerlin erzählt die Geschichte des Berliner Techno-Clubs Tresor von den Anfängen in der Zeit nach dem Mauerfall bis zu seinem Abriss im Jahr 2005. Der Film ermöglicht auch Zuschauern, die Techno nicht zu ihrer Lieblingsmusik zählen, interessante Einblicke in eine Szene, die meist nur als Teil einer Party- und Spaß-Generation belächelt wird. Auf dem Portobello-Film-Festival 2008 in London wurde SubBerlin mit dem Preis für die beste Musikdokumentation ausgezeichnet.

Im Techno Rausch – 60 Stunden Dauerparty
(29 Minuten)

Im Jahr 1996 strahlte der hessische Rundfunk diese sehenswerte Dokumentation aus. Die beiden Raver Jana und Jochen wurden dabei an einem Wochenende in der Mainmetropole begleitet. Erster Halt für die beiden war Sven Väths Club Omen, der von 1988 bis 1998 eine der ersten Diskotheken der Techno- und House-Szene in Deutschland war. Über die Mayday, die in der Frankfurter Festhalle stattfand, ging es weiter zum Sonntagstanz und abschließend ins Dorian Grey am Flughafen. 60 Stunden raven!

Technocity – Ein Wochenende in der Berliner Szene
(28 Minuten)

Durchgefeierte Wochenenden und lange Studiosessions mit der TB-303: Historisch anmutend wirkt diese Produktion des SFB (Sender Freies Berlin) aus dem Jahr 1993, welche sich mit Techno in den 90er Jahren auseinandersetzt. Zu einer Zeit als Bunker, Walfisch und Planet angesagte Clubs waren und die Stars Tanith, Rok, Mijk van Dijk und Marusha hießen. Holt euch eine Tüte Popcorn und auf gehts in die Anfangstage der Technocity, die typische Szenen auch des heutigen Berlins widerspiegelt und somit nicht an Aktualität verloren hat. Ein sehenswerter Film von Joachim Haupt. Viel Spaß!

Article photo by Alexander Popov on Unsplash