Wer Berlin sagt, muss auch Daniel Boon sagen. Der DJ und Labelinhaber von Ostfunk und Neuhain Records war auch noch jahrelang als Betreiber des Clubs Magdalena in der Szene unterwegs. Daniel Boon hat sich 100% dem Berliner Nachtleben verschrieben, sein Herz schlägt zweifelsfrei für Techno. Doch nicht nur in der Hauptstadt werden seine Sets gefeiert – weltweit trägt Daniel Boon seinen Sound in die Clubs wie zum Beispiel nach Indien, Frankreich, USA, UK und Spanien. Mit Produktionen auf angesehenen Labels wie Riot Records und Remixes für Artists wie Torsten Kanzler und Simina Grigoriu steht es für einen authentischen und druckvollen Techno, der seines Gleichen sucht. Wir haben Daniel in Berlin zu einem kurz Gespräch getroffen.

Du bist ja schon seit einigen Jahren im Business und hast die Szene in Berlin von unterschiedlichen Seiten gesehen. Was hat sich zum Vorteil und was zum Nachteil entwickelt?

Was ich eindeutig zum Nachteil finde, ist diese Politik die einige Clubs, Veranstalter und Booker fahren. Gerade als Künstler muss man immer darauf aufpassen, wo man spielt. Ich finde das total ätzend. Auch, dass man gewisse Acts nur in gewissen Clubs hören kann. Berlin ist so groß und hat so viele Clubs, viele Leute gehen in gewisse Clubs aber nicht und können dann gewisse Künstler nie Live in Berlin erleben, das finde ich echt schade. Die Künstler sollten sich nicht so abhängig von den Clubs machen.

Welcher Stadtteil in Berlin ist Dir besonders ans Herz gewachsen und warum?

Ich lebe zwar nun schon seit einiger Zeit in Lichtenberg, aber für mich ist Friedrichshain immer noch mein absoluter Lieblings Bezirk. Man ist einfach mitten drin, da wo das Nachtleben stattfindet.

Wenn Du wieder einen Club in Berlin aufmachen würdest, was müsste der auf jeden Fall haben?

Er müsste auf jeden Fall wieder eine fette Anlage und am besten auch eine, die nicht in jedem Club bereits steht.

Wenn Du Dir in Berlin mal eine Ruhepause gönnst, wohin verschlägt es Dich wenn nicht nach Haus?

Eigentlich habe ich nur dort wirklich meine Ruhe. Dafür bin ich zu oft unterwegs und fast nie zu hause. Daher freue ich mich am Meisten, wenn ich in die eigenen vier Wände komme und durchatmen kann.

Dein Lieblingsdrink beim Auflegen?

Tatsächlich Bier.

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende – Was wünscht Du dir jetzt schon fürs Nächste?

Mehr Zeit für meine eigene Musik zu haben und im Studio zu arbeiten. Das kam dieses Jahr etwas zu kurz. Ansonsten sieht es Booking technisch für 2019 sehr gut aus und ich freue mich auf die Events!

Und auch schon gute Vorsätze gemacht?

Damit habe ich aufgehört, weil ich mich eh nicht dran halte.

Was planst Du für Dein Label Neuhain und was hast Du selbst so auf der Uhr für die nächsten Monate?

Ich möchte Neuhain auf jeden Fall weiter nach vorne bringen, so dass es überall auf der Welt gehört wird. Ich selbst werde mich wieder mehr ins Studio begeben und auch mein zweites Album angehen.

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SC: https://soundcloud.com/danielboon

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